Unterusmalformationen - Müllersche Fehlbildungen

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Es existieren verschiedene Nomenklaturen zur Beschreibung der Uterusmalformationen resp. der Müllerschen Fehlbildungen, zumal oft komplexe Fehlbildungen auch der ableitenden Harnwege und/oder der Vagina vorliegen.

Bei Verdacht auf eine Müllersche Fehlbildung besteht eine Indikation zur 3D-Sonographie meist ergänzt durch ein Becken-MRI und eine radiologische Abklärung der ableitenden Harnwege. 

Operative Massnahmen werden unter Berücksichtigung der Malformation, den Bedürfnissen und Symptomen der Patientin und ggf. interdisziplinär indiziert.

Indikationen für weitere Abklärungen:

  •  V.a. Uterusmalformation im 2D-Ultraschall
  • Spätabort
  • Habituelle Aborte
  • St. n. Frühgeburtlichkeit
  • St. n. vorzeitiger Plazentalösung
  • St. n. früher Wachstumsretardierung (< 34. SSW)
  • St. n. fetomaternaler Transfusion
  • Hämatometra/Hämatokolpos
  • unilaterale Nierenagenesie

ASF-Klassifikation

Diese berücksichtigt nicht die Fehlbildungen der Vagina oder der ableitenden Harnwege, die Nomenklatur findet breite Anwendung

ESHRE-Klassifikation

Diese berücksichtigt auch die Fehlbildungen der Vagina